Harald Lesch wunderte sich seinem Redebeitrag zur Veranstaltung, wie Wirtschaftsministerin Katharina Reiche und die aktuelle Bundesregierung darauf kämen, von neuem Energieträger wie Gas zu setzen, die uns noch Jahrzehnte Probleme bereiten werden.
Er hinterfragte die Rede von "hocheffizienten" Verbrennern mit Verweis auf eine zweihundert Jahre alte Erkenntnis: Nicolas Carnot zufolge ist die aus Wärme erhältliche Arbeit grundsätzlich begrenzt. Entsprechend ist die Effizienz von Motoren, die ihre Kraft aus Verbrennungsprozessen schöpfen, verglichen mit elektrischen Antrieben eher bescheiden. Süffisant vermerkte Lesch, dass die Natur und ihre Gesetze für Mitgliedschaften in politischen Parteien nicht zur Verfügung stehe.
Wirtschaftsministerin Katharina Reiche will in Gebieten, die sie als "regenerativ überversorgt" betrachtet, Wind- und Solar-Anlagen gleichermaßen genehmigungsrechtlich zurücksetzen. Einen technischen Grund hierfür gibt es nicht, denn beide speisen zu unterschiedlichen Zeiten Strom ein und ergänzen sich tages- und jahreszeitlich. Statt angesichts der verhängnisvollen Abhängigkeit von fossilen Energieträgern die Energiewende zu forcieren, verfolgt Reiche eine auffällig dem Geschäft jener Branche dienliche Politik, in der sie vor ihrer Berufung zur Wirtschaftsministerin tätig war.